Logo_oben

Schroeters e-Dokuthek

     

 

Menü

 

Medienpädagogik – Medien geben nicht das Sichtbare wieder

Ob die heutige westliche Gesellschaft stärker unter dem Einfluss der Medien steht als frühere Zeiten, muss hier nicht entschieden werden. Unbestritten ist hingegen, dass Medienpädagogik Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags auf allen Schul- und Ausbildungsstufen geworden ist.

Medienpädagogik geht von der Annahme aus, dass im Entwicklungsprozess von Kindern und Jugendlichen der Faktor Medien von Bedeutung ist und der Reflexion bedarf. Dabei geht sie aus von den Lebensverhältnissen der Lernenden und ihren Erfahrungen mit Medien in Freizeit und Unterricht.

In Stichworten – allerdings keineswegs vollständig – lässt sich Medienpädagogik ferner so umschreiben:

Medienpädagogik ...
... ist Unterricht mit Medien und Unterricht über Medien und in allen Fächern zu berücksichtigten.
... bedeutet kreatives Arbeiten mit Medien.
... ist Kommunikationserziehung: Sie beschäftigt sich mit den Aspekten der Massenkommunikation und setzt sich mit der zwischenmenschlichen Kommunikation auseinander.
... heisst Lernen medienspezifischer „Sprachen“.

Angeleitetes medienpädagogisches Lernen zielt mit anderen Worten darauf ab, bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für die drei folgenden Aspekte zu wecken:
Sei dir dessen bewusst, was Medien mit dir machen.
Sei dir dessen bewusst, dass du Medien selber gestalten kannst und einsetzen sollst.
Sei dir dessen bewusst, welche Wirkungen du mit Medien erzielen kannst.

Von Paul Klee stammt die ebenso geniale wie lapidare Umschreibung der Funktion von Kunst:
"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."
Dieser kunstpädagogische Schlüsselsatz darf leicht umformuliert eines der wichtigsten Ziele der Medienpädagogik bezeichnet werden:
Medien geben nicht das Sichtbare wieder, sondern machen sichtbar.
Oder gar:
Medien geben nicht Reales wieder, sondern sie machen real.
Ist diese Botschaft angekommen, dann hat die Medienpädagogik m. E. schon viel erreicht.

zum Seitenanfang

Diese Hinweise etwas ausführlicher gibt es hier als pdf (127 KB).
Dass Medienbildung ein Thema ist, das dringend eine Vernetzung der Lehrperson braucht, dafür plädiert unser Artikel über das Medienbildungskonzept (pdf, 214 KB).
Und wenn oben behauptet wurde, dass Medienpädagogik ein Thema in allen Fächern sein sollte, so gilt dies m. E. auch für den Religionsunterricht. Mehr dazu hier.

 

 


DeW_4a

Chorus Mysticus, div. Materialien, 2004

Und hier noch meine Favoriten unter den Medienpädagogik-Sites:

http://www.ipmz.unizh.ch/
http://www.mpfs.de/index.php?id=5
http://www.mekonet.de/index.php
http://www.schau-hin.info/
http://www.zappen-klicken-surfen.de/index.php
http://www.internet-abc.de/eltern/
http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2675

zum Seitenanfang

 


Rückmeldungen zu Form und Inhalt dieser e-Dokuthek nehme ich gerne entgegen:
alexander.schroeter@nms.phbern.ch

Logo_end